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Flughafen Mönchengladbach verbessert Jahresergebnis

Flughafen Mönchengladbach präsentiert Jahresbilanz : MGL: Zufrieden trotz roter Zahlen

Mit einem wieder verbesserten Jahresergebnis und weiterem Wachstum bei den Arbeitsplatzzahlen knüpft der Flughafen Mönchengladbach (MGL) an die guten Entwicklungen der vergangenen Jahre an. Bewährtes stärken und Innovationen fördern ist das Motto für das laufende Geschäftsjahr.

„Die Zahlen belegen, dass wir mit den Entwicklungen am Flughafen die richtigen Weichen stellen“, sagt Oberbürgermeister und MGL-Aufsichtsratsvorsitzender Felix Heinrichs jetzt im Rahmen der Bilanz-Pressekonferenz. Im vergangenen Jahr schloss der MGL mit einem Minus von knapp einer Million Euro ab. Zum Vergleich: 2021 waren es noch 1,5 Millionen Euro. „Als Innovationshub für CO2-neutrales Fliegen liefert der MGL nicht nur Antworten auf die drängenden Fragen nachhaltiger Mobilität, er schafft mittel- und langfristig auch viele hochtechnisierte Arbeitsplätze“, sieht Heinrichs viele positive Effekte.

Als Wirtschaftsstandort ist der MGL längst eine feste Größe in Mönchengladbach. Seit 2012 steigen die Arbeitsplatzzahlen kontinuierlich an. 2022 waren insgesamt 773 Menschen beim Flugplatz selbst und in den dort ansässigen Unternehmen beschäftigt und damit knapp 20 mehr als im Vorjahr. „Wir setzen gleichermaßen auf die Expansion bestehender Betriebe im Wartungs- und Schulungsbereich und auf die Ansiedlung neuer innovativer Player im Flugumfeld, im Bereich Büro, Event und Hotellerie“, erläutert MGL-Geschäftsführer Dr. Ulrich Schückhaus. Dazu werden kurzfristig drei Hallen auf dem Areal der ehemaligen Rheinflugzeugbau (RFB) instandgesetzt, die erste ist bereits vollständig in der Unterstellung. Mittelfristig steht zudem die Überplanung der Trabrennbahn (140 000 Quadratmeter) und der Parkplatzfläche (17 000) an.

Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach hat der MGL ein Aviation Stipendium ausgelobt für innovative Ansätze in der Luftfahrt, zum Beispiel im Bereich Drohnentechnologie, Designforschung und -entwicklung zukünftiger Flugverkehrsmittel und alternativer Antriebe. „Wir holen damit aktiv kreative Köpfe und innovative Ideen an den Flughafen, die den Ausbau des Innovationsflughafens MGL befeuern und idealerweise langfristig qualifizierte Arbeitsplätze schaffen“, so Schückhaus.

Schon heute werden am MGL Innovationen erforscht und neue Verfahren entwickelt und belastbar getestet, etwa wie bemannte und unbemannte Flugobjekte im Regelbetrieb ungestört miteinander agieren können. „Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, systematisch in die Forschung für CO2-neutrales Fliegen und die entsprechende Ausstattung des Platzes zu investieren“, sagt MGL-Geschäftsführer Andreas Ungar. Er verweist unter anderem auf das Thema elektrisches Fliegen, das ein Thema in der Pilotenausbildung werden wird. „Der MGL bietet hier beste Voraussetzungen, da er mit mehreren Flugschulen am Platz bereits über einen Ausbildungsschwerpunkt mit entsprechender Infrastruktur verfügt.“

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Wachstumspotenzial will der Flughafen Mönchengladbach auch im Bereich Business Aviation heben. „Ziel ist es, als Standort für Geschäfts- und Individualreisen attraktiver zu werden“, so Ungar. Dazu investiert der Flugplatz Mönchengladbach in Infrastruktur und Services. Das Terminal wird renoviert, eine Lounge in Kooperation mit dem Porsche Zentrum Willich eingerichtet und ein begleitendes Servicepaket für das professionelle Passagierhandling geschnürt. Das neue Entrée soll weitestgehend zum Tag der offenen Tür am 18. Juni fertiggestellt sein, wenn der MGL nach mehrjähriger Pandemiepause gemeinsam mit noi! Event & Catering und dem Förderverein des Flughafens wieder auf den Platz einlädt.