: Europa: Darauf kommt’s an!

: Europa: Darauf kommt’s an!

Borussia will nach Europa, am liebsten in die Champions League. Die Chance ist immer noch da, 24 Punkte sind maximal noch zu holen. Im Saison-Schlussspurt wird es dabei auf fünf Schlüsselfaktoren ankommen...

Die dringend benötigte Verschnaufpause bekommt Borussia Mönchengladbach an diesem (Länderspiel-)Wochenende. Nach dem 3:1-Sieg im Benefizspiel beim Drittligisten FSV Zwickau am Freitag nehmen die Fohlen erst am Montagnachmittag die Vorbereitung auf das kommende Auswärtsspiel beim rheinischen Rivalen Fortuna Düsseldorf auf. Nach nur einem Sieg aus den letzten sechs Ligaspielen und einem Torverhältnis von 4:13 kommt der Mannschaft von Trainer Dieter Hecking der „Break“ wie gerufen, ehe mit dem Spiel bei Fortuna der Saisonendspurt beginnt. Acht Spiele hat das Team dann noch vor der Brust, 24 Punkte sind demnach noch zu vergeben. Damit es seinen Traum von der Champions League verwirklichen kann, kommt es auf fünf Faktoren an:

Raffael: Der Brasilianer stand gegen Zwickau zum ersten Mal seit seinem am 15. Spieltag in Hoffenheim erlittenen Schlüsselbeinbruch wieder in der Startelf und war an allen gefährlichen Offensivaktionen beteiligt. Auch im „gesetzten Alter“ ist Raffael noch immer der Spieler, der den Unterschied machen kann. In den vergangenen Wochen wurde sein Spielwitz schmerzlich vermisst.

Matthias Ginter: Der Nationalspieler ist der wichtigste Abwehrspieler Gladbachs. Fehlt er, wackelt die gesamte Defensive. Dass er nach der Länderspielpause wieder für Borussia spielen kann, ist von enormer Bedeutung.

Lars Stindl: Der Kapitän muss in der entscheidenden Saisonphase vorangehen – mit Leistung, aber auch, indem er in kritischen Phasen ein Zeiche setzt; wenn nötig, auch mal mit physischer Präsenz. Ein Spielertyp wie Granit Xhaka, der auch mal „dazwischen gehauen“ hat, fehlt den Fohlen nämlich. Stindl kommt dieser Mentalität am nächsten.

Der Kopf: Im Liga-Endspurt wird die Mentalität genauso entscheidend sein wie die Beine. Gelingt es den Spielern, die zuletzt mauen Leistungen aus den Köpfen zu verbannen, wieder mit Selbstbewusstsein auf den Platz zu gehen und – wie in der Hinrunde – ihr Potenzial abzurufen, kann Gladbach seinen Status Quo als eine der vier besten Mannschaften der Liga behaupten.

Die Fans: Gladbachs Anhänger haben stets ein feines Gespür dafür, wann ihr Team Unterstützung braucht. Trotz der teils deftigen Niederlagen im Februar und März blieben Pfiffe zumeist aus. Die Fans haben als „Zwölfter Mann“ schon oft bewiesen, dass sie die Mannschaft zum Sieg treiben können.