Kabinenpredigt: Stabil an der Spitze

Kabinenpredigt : Stabil an der Spitze

Es war nur eine Frage der Zeit. Seit einem Monat hält sich Borussia an der Spitze der Bundesliga, erobert wurde sie nach dem 5:1-Heimsieg gegen den FC Augsburg am 7. Spieltag. Nach dem hart erkämpften 2:1-Erfolg in Leverkusen am vergangenen Wochenende tauchte sie erstmals auf, die Frage: Kann Gladbach auch Meister?

Eine Frage, die sich vor Saisonbeginn angesichts der stilistischen Neuausrichtung unter dem neuen Trainer Marco Rose und die damit verbundene Unsicherheit, wie schnell die Mannschaft die Vorgaben Roses adaptieren würde, von selbst verboten hat. Abgesehen davon war sie zum damaligen Zeitpunkt ohnehin unrealistisch. Aber ist sie es jetzt? Erinnerungen werden wach an den Rückrundenstart der vergangenen Saison. Nach drei Siegen in den ersten drei Rückrundenspielen in Leverkusen, gegen Augsburg und „auf Schalke“ wurde das Team unter Trainer Dieter Hecking schon als Meisterschaftskandidat apostrophiert. Was folgte, war der Absturz, Borussia fand in den Wochen danach nie wieder zu ihrer Form aus der Hinrunde. Weil plötzlich die Erwartungshaltung eine andere war? Vielleicht, aber der Vergleich von damals mit heute hinkt. Gladbach wirkt reifer und stabiler und hat gelernt, sich auch von personellen Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen zu lassen. Der Platz an der Sonne könnte noch länger der Borussia 19/20 gehören – wenn sie ihre Pflichtaufgaben wie am Sonntag im Heimspiel gegen Werder Bremern nicht vernachlässigt. Die hoffentlich erfolgreiche Kür folgt bereits morgen Abend im Europaleague-Heimspiel gegen AS Rom.

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