Kabinenpredigt: Ausfälle rächen sich (noch) nicht...

Kabinenpredigt : Ausfälle rächen sich (noch) nicht...

Ist es die Verkettung unglücklicher Umstände? Oder dem intensiveren Spielstil geschuldet? Oder der Dreifachbelastung aus Meisterschaft, Pokal und Europa? Fakt ist, dass Borussia wieder so viele Verletzte zu beklagen hat wie in der Seuchensaison vor zwei Jahren, als zwischenzeitlich eine komplette Elf im Krankenstand war.

Eine ähnliche Konstellation herrscht zurzeit: Beim grandiosen 5:1 über Augsburg vor drei Wochen verletzten sich Abwehrchef Matthias Ginter und Rechtsaußen-Büffel Stefan Lainer, die Zahl der Ausfälle erhöhte sich auf zehn Spieler. Zumindest der unverwüstliche Österreicher kehrte schnell wieder zurück, bei Ginters Schulterverletzung will Trainer Marco Rose kein Risiko eingehen und ihn weiter schonen. Mit Lars Stindl und Jonas Hofmann kamen zuletzt zwei Spieler nach längerfristigen Verletzungen zurück, sind aber noch nicht bei 100 Prozent. Alassane Plea, Raffael, Tobias Sippel, Tobias Strobl, Fabian Johnson, Ibrahima Traoré, Keanan Bennetts und Torben Müsel fehlen dagegen weiterhin, am Sonntag gegen Frankfurt fielen außerdem Breel Embolo und Tony Jantschke aus; zumindest Embolo dürfte heute Abend im Pokalspiel bei Borussia Dortmund sicher fehlen.

Auffällig ist erneut die hohe Zahl an Muskelverletzungen (Plea, Traoré, Johnson, Raffael, Bennetts) - ein Zeichen für zu hohe Belastung (oder falsche Trainingssteuerung)? Fakt ist, dass der Klub vor zwei Jahren reagiert und die medizinische Abteilung personell deutlich aufgestockt hat; sie gehört fachlich und quantitativ sicherlich zum Besten, was die Bundesliga zu bieten hat. Insofern besteht Hoffnung, dass alle Verletzten zeitnah wieder auf den Rasen zurückkehren. Möglicherweise müssen sich Plea, Raffael Co. erst einmal an den Rose-Stil, der maximale körperliche Belastbarkeit und 100-prozentiges Engagement erfordert, gewöhnen. Und derzeit spiegeln die Ergebnisse die Verletzungsmisere zum Glück nicht wieder...

Sie sind anderer Meinung? Diskutieren Sie mit – auf www.facebook.com/MeineWoche/ oder leserbriefe@report-anzeigenblatt.de

Mehr von Meine Woche