Kabinenpredigt: Wertvolle Siege des Willens

Kabinenpredigt : Wertvolle Siege des Willens

Besser hätte die vergangene Woche für Borussia nicht laufen können: Sieg in Leverkusen, Sieg gegen Rom, Sieg gegen Bremen.

In der Bundesliga festigten die Fohlen ihre Tabellenführung und haben schon vier Punkte Vorsprung auf den Zweiten Leipzig. In der Europa League haben sie es nun wieder in der eigenen Hand, dort überwintern zu können. Bei aller verständlicher Euphorie ist dennoch nicht alles Gold, was glänzt rund um den Borussia-Park: Alle drei Partien hätten auch anders ausgehen können, in keinem war Gladbach klar überlegen – aber eben absolut effektiv. Das mussten sowohl die Leverkusener als auch die Werderaner leidvoll erfahren, die jeweils genug Chancen hatten, das Team von Trainer Marco Rose zu besiegen.

Es gibt aber derzeit keine deutsche Mannschaft, die so sehr an sich glaubt und über die vollen 90 Minuten (und darüber hinaus) fightet wie Borussia. Der 2:1-Erfolg gegen AS Rom durch das Tor von Marcus Thuram in allerletzter Sekunde war ein Sieg des Willens und nicht der spielerischen Überlegenheit. Wie wichtig diese Attitüde im weiteren Saisonverlauf noch sein kann, zeigt der Blick auf andere Klubs, bei denen schon die Mentalitätsfrage gestellt wird – beispielsweise bei der „anderen“ Borussia. Technisch und taktisch wird sicherlich noch einmal etwas schiefgehen bei den Gladbachern; so lange aber die Moral stimmt, könnten die Fohlen ihren Platz an der Sonne noch länger verteidigen als jetzt ohnehin schon...

Sie sind anderer Meinung? Diskutieren Sie mit – auf www.facebook.com/MeineWoche/ oder
leserbriefe@report-anzeigen
blatt.de

Mehr von Meine Woche